Grußwort Prof. Dr. R. Rossaint

 

Prof. Dr. R. RossaintLiebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

von Seiten der Patienten werden im gesamten medizinischen Bereich – und damit selbstverständlich auch im Bereich der Anästhesiologie – qualitativ hochwertige medizinische Leistungen erwartet. Qualität in der medizinischen Leistungserbringung beruht neben der wissenschaftlichen Evidenz unseres Handelns auf vielen weiteren Komponenten, wie Berufserfahrung, Fertigkeiten, Teamfähigkeit und Menschlichkeit.

In diesem Jahr lautet das Motto des Kongresses „Qualität durch Wissenschaft“. Hierbei soll für die vier Säulen der Anästhesiologie nicht nur eine Betrachtung und Bewertung der wissenschaftlichen Datenlage einschließlich translationaler Aspekte erfolgen, die für sich schon bei Beachtung qualitätssteigernd wirken. Vielmehr sollen auch Fakten jenseits der harten Wissenschaft aus den sogenannten weichen Wissenschaften, z.B. dem soziologischen oder auch lerntheoretischen Bereich, zusammengetragen werden, die durchaus einen erheblichen Anteil an einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen Leistungserbringung ausmachen. So würden wir bei Nichtberücksichtigung der sich deutlich verändernden Geschlechterverteilung sowie Nichtakzeptanz der Forderung nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen erheblichen Anteil von exzellent ausgebildeten Mitarbeiterinnen verlieren und müssten diese oftmals durch Berufsanfänger und damit noch nicht so gut ausgebildetes Personal ersetzen.

Zahlreiche Sondersitzungen werden sich mit dem diesjährigen Motto „Qualität durch Wissenschaft“ unter den oben genannten Aspekten interdisziplinär auseinandersetzen. Diese Sitzungen sind eingebettet in das Gesamtprogramm, das durch das Wissenschaftliche Komitee in Zusammenarbeit mit den Subkomitees, Arbeitskreisen und im Rahmen der Industriesymposien in Kooperation mit unseren Industriepartnern erstellt wurde. Hierfür danke ich allen Beteiligten. Das Programm wird durch die Hellmut-Weese-Gedächtnisvorlesung zum hochaktuellen und spannenden Thema „Den Antimaterie-Galaxien auf der Spur“ in einem besonderen Maße bereichert.

Freuen Sie sich schon heute auf eine exzellente Wissensvermittlung, Darstellung neuer Forschungsergebnisse und auf einen interdisziplinären Austausch. Natürlich wünsche ich Ihnen auch Zeit, um Leipzig, die Messe- und Kulturstadt, mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten genießen zu können. Wandeln Sie auf den Spuren so berühmter Persönlichkeiten wie dem Musiker Johann Sebastian Bach, dem Philosophen Friedrich Nietzsche und dem Physiker Werner Heisenberg.

Ich würde mich sehr freuen, Sie in Leipzig zum wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Anästhesiologie DAC 2014 begrüßen zu dürfen.

Ihr

Prof. Dr. Rolf Rossaint
Kongress-Präsident DAC 2014